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Termin Datum: 12.09.2020 Termin exportieren
Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys: „Liebe, Jazz und Übermut“ - 125 Jahre Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys -

Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys: „Liebe, Jazz und Übermut“ - 125 Jahre Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys -

SA I 12.09.2020 I 20:00 Uhr

„Liebe, Jazz und Übermut“ steht sinnbildlich für die lange, erfolgreiche Wegstrecke, die Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys zurückgelegt haben und die sie in der Geschichte der populären Musik einzigartig macht. Was 1895 mit dem „Erotic Rag“ begann und sich 1937 mit Schlagern wie „Ich bin nur verliebt, wenn‘s regnet“ erfolgreich fortsetzte, ist schließlich mit „Mississippi Mud“ beim Jazz und mit „Anything goes“ und „Chattanooga choo choo“ beim Swing angekommen. Dazwischen lag eine irrlichternde Drogenphase, in der die Kapelle die künstlichen Paradiese besang und mit Liedern wie „Morphium“ und „Opiumrausch“ in der musikalischen Besinnungslosigkeit versank. Eines aber blieb zu jedem Zeitpunkt dieser an Überraschungen so reichen Karriere immer vorhanden: Ein hohes Maß an Übermut, der jedoch nie zur bloßen Albernheit verkam. Nach wie vor steht die Formation wie ein Fels in der Brandung des wechselnden Geschmacks, denn diese vier alterslosen Musiker garantieren gleichbleibende Qualität auf höchstem Niveau und gewähren Ihnen so die kostbare Illusion der Permanenz:
Ulrich Tukur (Gesang, Klavier, Akkordeon): Er eroberte die Bühnen und Lichtspielhäuser Europas und ist heute weltberühmt in Hamburg. Als ausgezeichneter Nostalgie-Pianist und veritabler Knödeltenor, hat er sich im Laufe der Jahre auch einen Ruf als wortreichster Conferencier Deutschlands erworben und sorgt erfolglos dafür, die anderen drei Herren in seinen Schatten zu stellen.
Günter Märtens (Gesang, Tanz, Bass) machte eine beeindruckende Entwicklung zu wahrer Größe durch. Angefangen bei soliden 1,34 Metern Körperhöhe (bis 1910 hat er im Laufe der letzten hundert Jahre kräftig zugelegt und sein musikalisches Wachstum mit 2,08 Metern noch lange nicht beendet. Er gilt heute als größter Bassist westlich des Urals und einzig legitimer Nachfolger von Jack Migger.
Ulrich Mayer (Gesang, Gitarre, Ukulele) begann sein künstlerisches Schaffen auf der Dreiton-Gitarre. Durch Fleiß und Talent hat er es bis zur sechssaitigen Gitarre gebracht; weitere Saiten bleiben dabei immer im Blickfeld. Ulrich Mayer ist der Überzeugung, dass er von anderen Bühnenschaffenden heftig um seine Schmierlocke beneidet wird.
Kalle Mews (Gesang, Imitationen, Tanz, Schlagzeug) ersetzte den unvergesslichen Robby Schuster und arbeitet seither erfolgreich an seiner eigenen Vergesslichkeit: Trotz wiederholter Abmahnung erwischt er nur selten einen seiner Einsätze. Seine Tierstimmenimitationen sind ebenso legendär wie die endlosen Tricktrommelsoli oder sein mikroskopischer Körperbau. Ohne Mühe schafft er auch noch heute einen doppelten Salto durch die aufgespreizten Beine von Herrn Märtens.
Verwechseln Sie „Liebe, Jazz und Übermut“ nicht mit dem gleichnamigen Film von 1957 mit Peter Alexander in der Hauptrolle, der eigentlich „Küsse, Twist und Kissenschlacht“ heißen sollte und widerrechtlich umbenannt wurde. Nach einem Prozess gegen die Berliner CCC-Film GmbH wegen Diebstahl geistigen Eigentums, der sich bis 1959 hinzog, verzichteten die Rhythmus Boys schließlich auf weitere rechtliche Schritte.

 

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